45. Duisburger Filmwoche - doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche #20 - 10. bis 14.11.2021

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Filmvorführung VON WEGEN „SCHICKSAL“ bei LETsDOK / Kooperation mit filmfriend

7. September 2021

Von wegen SchicksalIm Rahmen der bundesweiten Dokumentarfilmtage LETsDOK lädt die Duisburger Filmwoche zu einem Filmwochen-Klassiker ins Duisburger filmforum ein.
Am 16. September wird um 18 Uhr VON WEGEN „SCHICKSAL“ (1979, 122 Min.) von Helga Reidemeister gezeigt.

Der Film zeigt die alleinerziehende Mutter Irene Rakowitz, die in der Enge ihrer Berliner Sozialwohnung ihre Ehe hinter sich zu lassen versucht und mit ihren Kindern eine fragile Balance zwischen Liebe und Gegenliebe, Kritik und Anerkennung hält. VON WEGEN „SCHICKSAL“ hat für die Duisburger Filmwoche eine besondere Bedeutung, löste der Film doch bei seiner Aufführung beim Festival 1979 eine kontroverse Diskussion aus, deren Fragen noch heute aktuell erscheinen: Wie sehr dürfen Regisseur:innen eingreifen? Was darf man zeigen? Wie können die Bedingungen einer Filmproduktion transparent werden? Indem die Mutter die junge Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister an ihrem Leben teilhaben lässt, wagt sie, ihre privaten Verhältnisse öffentlich zu machen. Irene glaubt nicht, dass ihr Los einfach „Schicksal“ ist, sondern erkennt unausweichliche Einflüsse der Gesellschaft.

Die Vorführung im filmforum am Dellplatz markiert über die Veranstaltung im Kino hinaus den Auftakt einer Reihe filmhistorischer Erkundungen, die die Filmwoche in Kooperation mit filmfriend, dem Online-Filmportal der Bibliotheken, unternimmt. Auf dem Online-Portal ist ab sofort eine erste Kollektion mit Arbeiten aus der Filmwochenhistorie verfügbar. Filme aus 45 Jahren Filmwoche können dort von Nutzer:innen angeschlossener Bibliotheken gestreamt werden. So können Mitglieder der Duisburger Stadtbibliothek, aber auch vieler weiterer Bibliotheken in NRW, Filme der Kollektion unter dem Titel „Familie * Arbeit * Geschichte(n)“ auf filmfriend mit Hilfe ihres Bibliotheks-Log-In anschauen.

„Wir wollen Dokumentarfilmgeschichte zugänglich machen und mit ihr im Dialog bleiben“, sagt Filmwochen-Kurator Alexander Scholz und empfiehlt VON WEGEN „SCHICKSAL“: „Ein mutiger, emotionaler Film, der etwas riskiert – sich Konflikten zwischen Menschen aussetzt und gleichzeitig soziale Strukturen offenlegt.“

„Wir freuen uns, dass durch die Zusammenarbeit mit der Duisburger Filmwoche spannende Dokumentarfilme neue Aufmerksamkeit erhalten. Im Kino in Duisburg – aber auch bei Nutzer:innen uns angeschlossener Bibliotheken im gesamten deutschsprachigen Raum. Die gemeinsam kuratierte Kollektion „Familie * Arbeit * Geschichte(n)“ enthält neben Helga Reidemeisters filmhistorischem Meilenstein weitere wichtige Werke, die es neu zu entdecken gilt,“ sagt Friederike Freier, Dokumentarfilm-Kuratorin bei filmfriend – dem Filmportal der Bibliotheken. Die Liste der teilnehmenden Bibliotheken ist unter www.filmfriend.de zu finden.

Der Vorverkauf für die Vorführung beginnt am 6. September im filmforum Duisburg.

Einen Trailer zu VON WEGEN „SCHICKSAL“ gibt es hier.

Zweiter Konferenztag zur dokumentarischen Serie im Oktober

1. September 2021

Alle Augen auf das Echte – Doku-Serien zwischen Relevanz und ReichweiteDie Duisburger Filmwoche veranstaltet auch dieses Jahr eine Fachkonferenz zur dokumentarischen Serie. Deutsche und europäische Expert:innen sprechen über Entwicklungen und Potentiale des horizontal erzählten Dokumentarformats. 

Die Duisburger Filmwoche hatte sich im vorigen Jahr erstmals mit einem eigenen Konferenztag dem wachsenden Erfolg und Stellenwert dokumentarischer Serienformate gewidmet. An diesen Erfolg knüpft das Festival mit seinen Partnern an und lädt am 4. Oktober im Filmforum NRW in Köln zur zweiten Doku-Serien-Konferenz unter dem Titel „Alle Augen auf das Echte – Doku-Serien zwischen Relevanz und Reichweite“.

Damit sucht die Duisburger Filmwoche den Austausch mit der Fachbranche bewusst am Medien-Standort Köln und positioniert die Präsenz-Veranstaltung im Vorlauf und als Schaufenster zur Festivalwoche im November. Ansprechen möchte die Duisburger Filmwoche Produzent:innen, Studierende und Kreative aus dem non-fiktionalen Bereich, die sich verstärkt auf dem boomenden Feld der Doku-Serie engagieren wollen.

Für Konzeption und Moderation konnte erneut Torsten Zarges gewonnen werden, Medienjournalist und Experte für Serienformate sowie Managing Partner der Agentur Zarges creative talent connection. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der programmstrategischen Bedeutung des Genres für Sender und Plattformen. „Ob Sky, TV Now, Amazon, Netflix oder die öffentlich-rechtlichen Mediatheken – alle wesentlichen Player bauen ihr Angebot an Doku-Serien massiv aus“, so Torsten Zarges. „Damit entstehen auch im deutschen Markt enorme Chancen für alle, die das Echte seriell erzählen möchten. Ihnen soll unser hochkarätiges Line-up jede Menge Inspiration bieten.“

Zu den bereits bestätigten Speakern zählen VOX-Chefredakteur Marcel Amruschkewitz, der etliche neue TV-Now-Dokus verantwortet, oder Christian Asanger, Vice President Entertainment von Sky Deutschland, der für den gerade gestarteten Sender Sky Documentaries rund zwölf lokale Eigenproduktionen pro Jahr plant.

Zusätzlich liefert die Konferenz kompetente Einordnung: SPIEGEL-Kulturredakteurin Hannah Pilarczyk eröffnet die Konferenz und skizziert Stärken und Schwächen des Doku-Serien-Trends. Damit knüpft die diesjährige Konferenz an das Vorjahresformat an. Dort hatte Pilarczyk, langjährige Freundin der Duisburger Filmwoche und dort unter anderem Mitglied der ARTE-Jury, die Chancen und Risiken bereits als Teilnehmerin der Abschlussdiskussion kritisch unter die Lupe genommen. Fred Black, Senior Analyst der britischen Medienforschung Ampere Analysis, präsentiert die wichtigsten internationalen Zahlen, Daten und Marktbewegungen.

Auch praktische Anwendung findet wieder im Rahmen von intensiven Case Studies statt, in denen Produzent:innen und Filmemacher:innen aus dem In- und Ausland ihre aktuellen Produktionen präsentieren. So stellt das Team der niederländischen Produktionsfirma Lusus Media zum ersten Mal seine neue Doku-Serie „That One Word – Feyenoord“ einem deutschen Fachpublikum vor. Der Neunteiler ist die erste europäische Eigenproduktion für die Streaming-Plattform Disney+ und beobachtet aus nächster Nähe den legendären Fußballclub Feyenoord Rotterdam in der herausfordernden Saison 2020/21 zwischen Auswirkungen der Covid-19-Krise und glorreicher Vergangenheit des Vereins.

Hauptpartner der Veranstaltung ist die Film-und Medienstiftung NRW. Sie findet in Kooperation mit dem Creative Europe Desk NRW und der Grimme-Akademie statt.

Anmeldungen für den Konferenztag „Alle Augen auf das Echte – Doku-Serien zwischen Relevanz und Reichweite“ sind ab sofort hier möglich. Interessierte können sich hier informieren.

Motto der 45. Duisburger Filmwoche

9. August 2021

Keyvisual Duisburger Filmwoche 45Oberflächen und Spiegelungen, Zugänge zu Doppelbödigem – unter dem Motto „Schichten“ will die 45. Duisburger Filmwoche vom 10. bis 14. November diskursiver Seismograph des Dokumentarfilms sein.
Wessen und welche Ebenen von Wirklichkeiten werden im Dokumentarischen freigelegt und arrangiert? Auf welche Weisen zeigen Filmemacher:innen persönliche und soziale Gefüge und Positionierungen; in welchen bewegen sie sich selbst?

„Getreu unserem Motto begreifen wir die Filmwoche nicht als Monolith, sondern als Festival der Entfaltung, bei dem Bedeutungsebenen freigelegt werden, Eindrücke sich überlagern und diverse Schichten sichtbar werden können.“, so Kurator Alexander Scholz.

Dabei verdichtet das Festival in diversen Begleitprogrammen thematische, erzählerische und historische Schichtungen und befragt diese hinsichtlich der Abbildung oder Positionierung. Das Motto der Filmwoche dient traditionell als Gedankenanstoß für das jeweilige Festival. Einfluss auf die Auswahl der Filme hat es nicht.

Flache Bilder schichten, tiefe Bilder zuschneiden: für die Visualisierung unseres Mottos arbeiten wir erneut mit der Dortmunder Agentur konter – Studio für Gestaltung zusammen, deren Plakatmotiv eine Arbeit der Kölner Künstlerin Ana Motjér aufnimmt.

Auf unserer neuen Homepage werden in den nächsten Monaten nach und nach weitere Ebenen der 45. Duisburger Filmwoche erfahrbar. Einreichungen für den Wettbewerb der 45. Duisburger Filmwoche sind noch bis zum 20. August 2021 möglich.

Duisburger Filmwoche in Brüssel

22. Juni 2021

Drei deutsche Filmfestivals aus West, Ost und Hauptstadt sind im Juli in Brüssel zu Gast. Das dortige Goethe-Institut veranstaltet vom 3. bis 6. Juli die Filmreihe „PERSPEKTIVEN“ und lädt die Duisburger Filmwoche zusammen mit dem Berlinale Forum und DOK Leipzig dazu ein, Arbeiten aus den letztjährigen Festivalprogrammen vorzustellen. Dabei werden herausragende künstlerische und ästhetische Positionen dokumentarischen Schaffens gezeigt und mit Publikum und Filmemacher:innen besprochen.

Am 6. Juli präsentiert die Duisburger Filmwoche im Rahmen der Filmreihe „Fonja“ (DE/MG 2019, 80‘) von Regisseurin Lina Zacher. „Fonja“ dokumentiert aus ungewöhnlicher Perspektive das Leben in einem Jugendgefängnis in Madagaskar. Die jugendlichen Insassen führen im Rahmen eines Filmworkshops selbst die Kamera. Sie übernehmen Regie und weitere Rollen im eigenen Film und fordern sich gegenseitig zum Erzählen heraus. Es entsteht ein Abmessen von Grenzen in engen Räumen und Weiten von Fantasien. „Fonja“ ermöglicht intime Einsichten und neue Blickwinkel. Im Anschluss an den Film spricht Alexander Scholz, Kurator der Duisburger Filmwoche, mit Regisseurin Lina Zacher. „Wir sind glücklich über die Gelegenheit, zusammen mit dem Goethe-Institut zu einem Film aus unserem letzten Programm einen Dialog im Kinosaal zu ermöglichen“, so Alexander Scholz.

Bei „PERSPEKTIVEN“ werden im BOZAR Cinema insgesamt sechs Filme gezeigt. So präsentiert das Internationale Forum des Jungen Films der Berlinale zum Auftakt „A River Runs, Turns, Erases, Replaces“ (USA 2021, 87’) der Filmemacherin Shengze Zhu. DOK Leipzig stellt den diesjährigen Gewinner des DEFA-Förderpreises „Rift Finfinnee“ von Daniel Kötter vor, der auch im Rahmen der Online-Ausgabe der Duisburger Filmwoche im November 2020 gezeigt wurde.

Die Reihe „PERSPEKTIVEN – Berlinale Forum, DOK Leipzig, Duisburger Filmwoche“ ist eine Initiative vom Goethe-Institut Brüssel und BOZAR Cinema in Zusammenarbeit mit dem Berlinale Forum, Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., DOK Leipzig, Duisburger Filmwoche und Le P’tit Ciné. Mit der freundlichen Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin.

Foto: © Lina Zacher

Filmeinreichungen für die 45. Duisburger Filmwoche

4. Mai 2021

Diverse Bilder von Wirklichkeiten willkommen! Ab jetzt können Filme für das Programm der 45. Duisburger Filmwoche hier eingereicht werden.

Katalogcover von 1980Das Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt herausragende dokumentarische Positionen und versammelt Filmemacher:innen und Dokumentarfilmliebhaber:innen zum gemeinsamen Austausch. Die Duisburger Filmwoche findet in diesem Jahr vom 10. bis 14. November statt.

Der Duisburger Dellplatz soll in diesen Tagen Ort eines gemeinsamen Wieder-Sehens im Kino sowie der lebhaften und zugewandten Debatten sein. Das Festival lädt seine Gäste ein, ästhetische und politische Praktiken des Dokumentarfilms zu erfahren und zusammen zu diskutieren – am liebsten in Duisburg, aber auch digital.

Eingereicht werden können Arbeiten von Filmemacher:innen und Produzenten:innen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben oder Angehörige dieser Staaten sind. Während der Filmwoche sind die Filmemacher:innen in Duisburg anwesend und vertreten ihren Film im Rahmen eines Filmgesprächs. Die Mindestlänge der Filme beträgt 20 Minuten. Experimentierende Arbeiten, Mischformen sowie Grenzgänger der Gattung sind ausdrücklich erwünscht. Einreichungsfrist ist der 20. August 2021.

Die Filmwoche vergibt folgende Preise: den mit 6.000 Euro dotierten 3sat-Dokumentarfilmpreis, den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten ARTE-Dokumentarfilmpreis und den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Stadt Duisburg für den kurzen und mittellangen Dokumentarfilm sowie die mit 5.000 Euro dotierte „Carte Blanche“ – Nachwuchspreis des Landes NRW. Darüber hinaus wird ein:e Publikumspreisträger:in bestimmt. Das Festival dankt seinen langjährigen Partnern und Preisstiftern.

Alle eingereichten Beiträge werden von der Auswahlkommission bestehend aus Alejandro Bachmann, Bettina Braun, Anja Dreschke, Alex Gerbaulet, Jan Künemund und Luc Schaedler sowie dem Kurator des diesjährigen Festivals Alexander Scholz gesichtet. Das Team der Filmwoche freut sich auf inspirierte und inspirierende Einreichungen.

Kurator für die Duisburger Filmwoche berufen: Festival 2021 in Vorbereitung

20. April 2021

Die Stadt Duisburg hat die inhaltliche Planung und Umsetzung der 45. Duisburger Filmwoche einem Kurator übertragen. Alexander Scholz organisiert das diesjährige Festival zusammen mit einem Team, das sich aus alten und einigen neuen Freundinnen und Freunden des Festivals zusammensetzt. Die zukünftige Leitung der Duisburger Filmwoche wird zeitnah ausgeschrieben.

Kulturdezernentin Astrid Neese betont: „Duisburg ist Dokumentarfilmstadt, die Filmwoche ihr renommiertes Aushängeschild und ein wichtiger Ort des künstlerischen Austausches, lokal und international. Ich freue mich sehr, dass wir für diese Festivalausgabe eine geeignete Lösung gefunden haben und die Filmwoche in ihrer Kontinuität stärken konnten.“

Volker Heckner, Leiter der Duisburger Volkshochschule, ergänzt: „Herr Scholz kennt die Filmwoche bestens, versteht ihr besonderes Format und ihren Stellenwert für Duisburg und darüber hinaus. Wir wissen das Festival in diesem Jahr des Übergangs in so vertrauten wie kompetenten Händen.“

Alexander Scholz, Foto: Tilman Lothspeich

Alexander Scholz ist bereits seit 2015 Teil der Duisburger Filmwoche. Er war für das Festival als Pressereferent, Redakteur und Programmgestalter, zuletzt bei der Woche der Kritik in Berlin im Einsatz. Er ist Herausgeber und Redakteur des Bandes „AusSichten. Öffentliches Reden über Dokumentarfilm" (2017, hrsg. mit Werner Ružička) und verantwortet das Archiv der Duisburger Filmwoche protokult.de, das unter seiner Leitung erweitert und neu gestaltet wurde. Scholz arbeitet als Autor und Redakteur für verschiedene Kulturinstitutionen in NRW. Er arbeitet seit 2018 mit dem Filmforum im Rahmen des Filmprogramms der Duisburger Akzente zusammen und ist seit 2019 als Dozent an der internationalen filmschule köln (ifs) tätig.

„Schauen im Dunklen, Sprechen im Offenen – beides ist in Duisburg unentbehrlich für den Dokumentarfilm. Es ist ein Privileg, gemeinsam mit der Stadt, der VHS, dem Filmforum am Dellplatz und allen Partnern den Filmen und Debatten auf der Filmwoche Sichtbarkeit verleihen zu dürfen“, so Alexander Scholz. Bei der Filmauswahl für die 45. Duisburger Filmwoche wird Scholz mit der bisherigen Auswahlkommission zusammenarbeiten. Das Festival findet zusammen mit „doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche“ in der zweiten Novemberwoche statt.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Planungen für 2021 würdigt Kulturdezernentin Astrid Neese ferner die Arbeit von Gudrun Sommer und Christian Koch, die im Frühjahr 2019 die Leitung des Festivals übernommen und ihre auslaufenden Verträge nicht verlängert hatten: „Ich bedanke mich herzlich bei Frau Sommer und Herrn Koch. Durch ihr Engagement und ihren Ideenreichtum ist es gelungen, die Verbindung der Filmwoche und doxs! mit der Stadt Duisburg zu verstetigen, die strukturelle Weiterentwicklung der Festivals zu fördern und ihr dokumentarisches Profil zu schärfen.“

Zudem habe die Doppelspitze die finanzielle Ausstattung der Duisburger Filmwoche durch zusätzliche Mittel von Seiten des Landes und der Film- und Medienstiftung NRW erhöhen sowie die Medienpartnerschaften mit ARTE und ZDF/3sat verlängern können. Thematisch erweiterten Sommer und Koch das Spektrum der Filmwoche. Eine neue Konferenz zum erzählerischen und journalistischen Potenzial der dokumentarischen Serie („Wie weiter?“) habe ein hochaktuelles Branchenthema aufgegriffen und renommierte, internationale Expertinnen und Experten zur 44. Festivalausgabe versammelt. Dank der Vergabe des neu zugeschnitten Preises der Stadt Duisburg sei außerdem die Sichtbarkeit des mittellangen und kurzen Dokumentarfilms gestärkt worden. „Für eine vielversprechende Zukunft der Filmwoche haben Sommer und Koch die Weichen gestellt“, so Astrid Neese.

Details zur Durchführung des Festivals und Informationen zur Filmeinreichung werden bald veröffentlicht.

Download Portrait Alexander Scholz
©Tilman Lothspeich

Duisburger Filmwoche vor Neuaufstellung

8. Februar 2021

Veröffentlichung der Pressestelle der Stadt Duisburg:

Es zeichnet sich ein erneuter Wechsel an der Spitze der Duisburger Filmwoche ab. Im Frühjahr 2019 hat das Führungsduo Gudrun Sommer und Christian Koch das traditionsreiche Festival nach Werner Ružička übernommen. Die Arbeitsverträge mit der Stadt Duisburg laufen Ende März 2021 aus und werden auf Wunsch von Sommer und Koch nicht verlängert. Christian Koch hört aus persönlichen Gründen auf. Gudrun Sommer will sich verstärkt dem Kinder- und Jugendfilmfestival doxs! widmen, das 2021 sein 20-jähriges Jubiläum feiert.

Kulturdezernentin Astrid Neese dankt Gudrun Sommer und Christian Koch für ihre engagierte Arbeit: „Gudrun Sommer und Christian Koch haben in ihren beiden Jahren viele innovative Ideen initiiert. Mit ihrem Gespür für künstlerische und filmpolitische Themen haben sie Tradition und Transformation geschickt in Einklang gebracht. Mit einem klugen digitalen Konzept ist es Filmwoche und doxs! auch unter den Bedingungen der Pandemie gelungen, ein ansprechendes Festivalprogramm durchzuführen. Darum bedauere ich die Entscheidung von Gudrun Sommer und Christian Koch sehr, aber ich respektiere sie, zumal uns Gudrun Sommer noch erhalten bleibt. Nun gilt es, die in den vergangenen zwei Jahren geschaffene Struktur der Festivals weiterzuentwickeln. Die Duisburger Filmwoche und doxs! sind wichtige kulturelle Markenzeichen von Duisburg weit über die Stadt hinaus und werden dies auch in Zukunft sein.“

Die Duisburger Filmwoche wird fortgeführt. Zunächst gilt es aber, die künstlerische Leitung des Festivals auszuschreiben und neu zu besetzen. In welcher Form die Duisburger Filmwoche in diesem Jahr durchgeführt werden kann, wird zurzeit geprüft. Nicht nur die offene Leitungsfrage, sondern auch die bereits im vergangenen Jahr aufgetretenen coronabedingten Einschränkungen stellen für das Festival wie für die gesamte Filmwirtschaft eine Herausforderung dar. Das Kinder- und Jugendfestival doxs! wird in diesem Jahr unter der bewährten Leitung von Gudrun Sommer den Duisburger Schulen weiterhin ganzjährig als Medienpartner zur Verfügung stehen und vom 8. November bis 21. November 2021 erneut als hybrides Format stattfinden.