16.3.2018, 20:00 Uhr: Einführender Vortrag von Prof. Dietrich Leder, Kunsthochschule für Medien Köln, Filmvorführung NACHREDE AUF CLARA HEYDEBRECK

17.3.2018, 10:00–16:30 Uhr: Vorträge von Prof. Dietrich Leder, Dr. Simone Emmelius, Angela Haardt, Dr. Julia Schumacher, Dr. Jan-Pieter Barbian, Dr. Torsten Musial, Fritz Wolf,
Tagungsleitung: Dr. Jan-Pieter Barbian und Werner Ružička

Eberhard Fechner (1927–1992) zählt zu den bedeutendsten Filmemachern der deutschen Filmgeschichte. Nach seinen Anfängen als Schauspieler und Regisseur am Theater hat er seit der Mitte der 1960er-Jahre mit seinen Filmen, die zwischen Dokumentation und Fiktion changieren, Millionen von Fernsehschauern erreicht. Im Zentrum stand dabei die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert: vom Wilhelminischen Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis zur frühen Bundesrepublik Deutschland. Sein Interesse galt jedoch nicht den in der Öffentlichkeit agierenden Politikern oder sonstigen Prominenten, sondern stets den einfachen Menschen, die als Zeitgenossen auf die Folgen der Irrwege und Katastrophen der deutschen Politik reagieren mussten - sei es als betroffene Opfer, als passive „Mitläufer“, als überzeugte Handelnde oder als gewissenlose Täter. Aus Fechners in zahlreichen Interviews gesammelten Lebenserfahrungen und mit seinen daraus entwickelten Filmen ist ein einzigartiges Panorama entstanden, das eine genauere Beschäftigung ver-dient. Die Tagung geht sowohl auf die Biografie Fechners als auch auf zentrale Aspekte seines Filmschaffens ein.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.