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Die aktuellen Veränderungen bei Reisebestimmungen und den Corona-Schutzverordnungen veranlassen die Duisburger Filmwoche und doxs!, die geplante Festivalstruktur erneut den Rahmenbedingungen anzupassen. Zwar können beide Festivals ihren Spielbetrieb im Kino filmforum zum jetzigen Stand aufrechterhalten, aber auf die Einladung von Filmteams und damit auch auf Filmdiskussionen mit den Regiegästen muss verzichtet werden. Stattdessen werden Gespräche mit den Autoren von Kommissionsmitgliedern und Moderatoren geführt, vorab aufgezeichnet und im Anschluss an die Filmvorführungen gezeigt.

Dem aktuellen und historischen Filmschaffen von Frauen widmet die 44. Duisburger Filmwoche zwei Rahmenprogramme des Festivals. In Kooperation mit ZDF/3sat stellt Elena Meilicke im 3sat-Extra das Werk der Dokumentaristin Rosa Hannah Ziegler vor. Für das diesjährige ARTE en plus spricht Friederike Horstmann mit Birgit Kohler über den Kontext der feministischen Filmbewegung der Aktivistinnengruppe „Les Insoumuses“ im Frankreich der 1970er Jahre. Beide Gesprächsformate und das filmhistorische Programm en plus sind auf dem Online-Portal des diesjährigen Festivals abrufbar.

Zu dritt (CH 2019, 23 Min., Deutsche Erstaufführung) von Benjamin Bucher und Agnese Làposi

Dokumentarische Blicke auf Beziehungskonstellationen konturieren den Wettbewerb der kurzen und mittellangen Filme auf der 44. Duisburger Filmwoche. Sechs Arbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind für den Preis der Stadt Duisburg nominiert. Nachwuchsautor*innen und junge Filmschaffende prägen mit ihren individuellen Handschriften die vielfältige Ästhetik des Programms.

„Beziehungsregime sind im Kino immer auch Blickregime. Das Austarieren von Nähe und Distanz ist eine dokumentarische Herausforderung, die sich inhaltlich und formal in den ausgewählten Filmen widerspiegelt. Ein bemerkenswerter ANSPRUCH, der eine vielversprechende Diskussionsgrundlage für die Filmwoche bietet“, sagen die Festivalleiter*innen Gudrun Sommer und Christian Koch.

Aufzeichnungen aus der Unterwelt (AT 2020, 115´) von Tizza Covi und Rainer Frimmel

Zehn Beiträge konkurrieren auf der 44. Duisburger Filmwoche um die mit 6.000 Euro dotierten Dokumentarfilmpreise von ARTE und 3sat. Zu den Nominierten für die wichtigsten Auszeichnungen des Festivals zählt auch der diesjährige Eröffnungsfilm aus Österreich. Mit Aufzeichnungen aus der Unterwelt (AT 2020, 115´) von Tizza Covi und Rainer Frimmel feiert die Filmwoche am 2. November 2020 am Duisburger Dellplatz ihren Auftakt. Die beiden Autor*innen aus Wien waren schon mehrmals in Duisburg zu Gast und freuen sich über die Einladung: „Die Filmwoche ist eines der raren Festivals, das sich wirklich ernsthaft mit dem Medium auseinandersetzt. Diskussionen gehen hier weit über den bloßen Inhalt eines Filmes hinaus. Das kann an die Substanz gehen, aber auch viel Spaß machen.“

Die 44. Duisburger Filmwoche widmet sich erstmals der seriellen dokumentarischen Form. Im Rahmen eines Konferenztages stellen deutsche und europäische Referent*innen Projekte und ihre Erfahrungen vor. Ein Praxisbericht aus der Perspektive von Filmschaffenden, Produzent*innen und Marktexpert*innen zur horizontal erzählten Wirklichkeit.

Mit einem Satellitenprogramm bespielt die Duisburger Filmwoche erstmals sechs ausgewählte Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Termine stehen jetzt fest:

Die Duisburger Filmwoche setzt auf das Kino und plant für die 44. Auflage vom 2. bis 8. November 2020 eine Festivalausgabe im Duisburger filmforum. „Ein Großteil der Filme, die in Duisburg gezeigt werden, ist für die große Leinwand konzipiert, gedreht und montiert. Diesen ästhetischen und rezeptiven Anspruch gilt es für uns als Festival bei allen erwartbaren Einschränkungen einzulösen“, erklärt das Leitungsteam Gudrun Sommer und Christian Koch. In diesem Sinne arbeitet die Filmwoche zusätzlich mit ausgewählten Kinos in sechs Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Begleitet wird die diesjährige Ausgabe von einem für die akkreditierte Fachbranche konzipierten Online-Angebot.

Die Duisburger Filmwoche lädt ab sofort ein, Filme für ihre 44. Ausgabe einzureichen: www.duisburger-filmwoche.de/festival/filmanmeldung.html

Bei dem Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind herausfordernde künstlerische Positionen zu sehen, die zu empathischer Auseinandersetzung und aufmerksamer Kritik anregen. Die Filmwoche ist gespannt auf die Vielfalt des Dokumentarischen, die sie in diesem Jahr erreichen wird.

Hinschauen, einen Raum schaffen, Gemeinschaft stiften: Heidi Specognas Werk als Dokumentarfilmerin ist so offen wie vielseitig. Bei der 43. Duisburger Filmwoche sprach der Schweizer Dokumentarfilm-Regisseurin im Rahmen des 3sat-EXTRAS mit Filmjournalist Frédéric Jaeger. Ein Video des Gesprächs ist nun auf der 3sat-Homepage abrufbar.

Heidi Specogna im Gespräch mit Filmjournalist Frédéric Jaeger

„Wow – da hätte es aber eine ganze Reihe anderer Filme gegeben, die ich auch klasse fand.“ Wenn sich, wie bei ARTE-Preisträger Bernd Schoch, die Begeisterung für erfahrene Wertschätzung mit Respekt für die Kolleg*innen mischt, war es eine gelungene Preisverleihung. Fröhliche, dankbare, demütige und bewegte Preisträger*innen freuten sich am Abend über die Auszeichnungen der 43. Duisburger Filmwoche. Im filmforum am Dellplatz wurden fünf Auszeichnungen im Gesamtwert von 23.OOO Euro vergeben.

Bei der 43. Duisburger Filmwoche entscheiden zwei Jurys über die beiden wichtigsten Ehrungen des Festivals: den ARTE- und den 3sat-Dokumentarfilmpreis. Bei der feierlichen Verleihung am 9.11. im filmforum am Dellplatz werden die mit 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen, für die jeweils 17 der 24 Arbeiten aus dem Festivalprogramms nominiert sind, vergeben.

„An die Leute, die nicht an den Klimawandel glauben: Fangt mal an Euer Geld zu zählen und dabei die Luft anzuhalten.“

HAMBI – Der Kampf um den Hambacher Wald
Foto: Michael Goergens

HAMBI – Der Kampf um den Hambacher Wald wird am 4. November 2019 die 43. Duisburger Filmwoche eröffnen. In dem Film von Lukas Reiter (Redaktion ZDF/Das Kleine Fernsehspiel) treffen entgegengesetzte Blickwinkel aufeinander: Oben in den Baumhäusern und unten bei den Polizeiaufmärschen, bei den Protestliedern umgeben von gepanzerten Fahrzeugen im Waldstück Hambacher Forst. Es wird mit schwerem Gerät geräumt. An diesem Ort kulminiert der Konflikt um die Zerstörung der Natur durch den RWE-Konzern und den friedlichen Widerstand.

Die Duisburger Filmwoche schärft das Profil ihrer Wettbewerbe. Zusätzlich zu den renommierten Auszeichnungen, die ARTE und 3sat auf dem Festival vergeben, wird zukünftig der Preis der Stadt Duisburg die kurze oder mittellange Form würdigen. Für die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung sind alle Festivalbeiträge mit einer Länge von bis zu 65 Minuten nominiert. Eine in diesem Jahr neu eingerichtete Jury wird sowohl über diesen neuen Preis als auch über die Carte Blanche – Nachwuchspreis des Landes NRW entscheiden.

Die Duisburger Filmwoche (4. bis 10. November 2019) setzt neue Akzente in der Programmgestaltung. Gudrun Sommer und Christian Koch, seit April mit der Leitung des Festivals betraut, haben eine sechsköpfige Auswahlkommission eingeladen, um gemeinsam mit ihnen das künstlerische Profil der Filmwoche fortzuschreiben. Die Kommission wurde für die kommenden zwei Jahre berufen.

Ab sofort können hier Filme für die 43. Duisburger Filmwoche eingereicht werden. Unsere Auswahlkommission wird alle Arbeiten sichten und Mitte September das Programm zusammenstellen.

Die Stadt Duisburg hat mit Wirkung zum April 2019 Gudrun Sommer und Christian Koch mit der gemeinsamen Leitung der Duisburger Filmwoche und doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche betraut. Die Festivals finden in diesem Jahr vom 4. bis 10. November statt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Gudrun Sommer und Christian Koch ein Leitungsteam gewinnen konnten, das über eine vielseitige Expertise verfügt“, erklärt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. „Nach der erfolgreichen Ära Werner Ružičkas verspricht diese Doppelspitze Kontinuität, aber auch neue künstlerische Akzente.“

Liebe Dokumentarfilmfreundinnen und Dokumentarfilmfreunde,

jetzt den Termin sichern: Die Duisburger Filmwoche und doxs! laden vom 4. bis 10. November 2019 ins Filmforum am Dellplatz ein.