Das Jetzt ist anspruchsvoll. Die Ansprachen kommen von allen Seiten – an den Einzelnen und an die Gesellschaft. Austausch ist verletzlich, gefährlich geworden. Soziale Distanz statt Zusammenkunft. Wie können wir in Dialog treten, wenn das analoge Sprechen fragil geworden ist?

Doch alles beginnt mit dem Anspruch. Mit dem Aussprechen wird ein Gespräch eröffnet und eine Auseinandersetzung initiiert. Es öffnet sich ein Raum für Einvernehmen oder Einspruch. Diese Form des Redens ist der Duisburger Filmwoche eingeschrieben: Im Dialog bilden sich die Perspektiven auf Filmkultur, ihre Ästhetiken und Bedingungen des Bildermachens. So gilt es, den Anspruch auf diesen Diskursraum hochzuhalten und zugleich andere Formen des Reflektierens und Debattierens auszuloten.

Der historisch gewachsene Auftrag an das Dokumentarische ist nach wie vor virulent. Zeitzeugnisse schaffen. Dem Beanspruchen von Wahrheiten widersprechen, vielmehr die verschiedenen Wirklichkeiten ansprechen. Dieser künstlerische Anspruch, der Filmemacher*innen umtreibt, Bilder zu schaffen, Geschichten und Personen zu divers Sprechenden werden zu lassen, hält uns und die Filmwoche wach und dort, wo politisch nötig: auf Distanz.

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News

Aktuelle Festivalform Duisburger Filmwoche

Die aktuellen Veränderungen bei Reisebestimmungen und den Corona-Schutzverordnungen veranlassen die Duisburger Filmwoche und doxs!, die geplante Festivalstruktur erneut den Rahmenbedingungen anzupassen. Zwar können beide Festivals ihren Spielbetrieb im Kino filmforum zum jetzigen Stand aufrechterhalten, aber auf die Einladung von Filmteams und damit auch auf Filmdiskussionen mit den Regiegästen muss verzichtet werden. Stattdessen werden Gespräche mit den Autoren von Kommissionsmitgliedern und Moderatoren geführt, vorab aufgezeichnet und im Anschluss an die Filmvorführungen gezeigt.

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