Donnerstag, 8. November
 
 
10.00 Uhr Black Box BRD
von Andres Veiel
D 2001, 35 mm, Farbe und s/w, 102 Min.

Zwei Biographien im Nachkriegsdeutschland Wolfgang Grams: Seit 1984 im Untergrund, gerechnet zur Kommandoebene der dritten RAF-Generation. Alfred Herrhausen: Er steigt auf zur Spitze der Deutschen Bank. Im November 1989 fällt er einem Attentat zum Opfer. Grams stirbt 1993 bei einem Schußwechsel mit der Polizei.
 
13.30 Uhr Special:
Das Haus/1984
von Thomas Heise

D 2001, Digi-Beta, s/w, 60 Min.

Das Haus ist das "Berolina-Haus" - dort residierte der Rat des Stadtbezirks Mitte, als Berlin noch die Haupstadt der DDR war. Die Republik empfing dort ihre Bürger, ihnen Wohnungen zu versprechen, sie zu vertrösten, sie ehelich zu trauen, ihnen Lebenshilfe zu geben. Ein kruder Blick auf die Innenausstattung dieses Staates.
 
15.00 Uhr Volkspolizei/1985
von Thomas Heise

D 2001, Digi-Beta, s/w, 60 Min.

Berlin, DDR: Ein Revier in der Brunnenstraße, ein zu betreuendes Mauerstück gehört dazu. Routinefälle sind zu behandeln, die Vopos sind im Grunde gemütlich, können aber auch anders. Ein softer Punker wird wegen allgemeiner Auffälligkeit sistiert. "Das hat alles seine Richtigkeit" ist der meistgesagte Satz der Polizei.
 
18.00 Uhr

Anmerkungen zur Lage.
"It is my hope that in the months and years ahead, life will return almost to normal." (George W. Bush, 20. 9. 01)
Denkanstöße angesichts der Denormalisierung nach dem 11. September 2001.
Vortrag und Diskussion
Jürgen Link/Universität Dortmund
Infos

 
20.00 Uhr Danach hätte es schön sein müssen
von Karin Jurschick

D 2001, 35 mm, Farbe, 72 Min.

Die Tochter versucht, sich ihrem Vater zu nähern. Die Kamera befindet sich zwischen ihnen, gibt Schutz und fordert zugleich ihre Bilder ein. Es gilt, den unsichtbaren Panzer aufzubrechen, um endlich die unerwünschten Bilder dahinter freizulegen. Ein formal vielschichtiger Kampf gegen das Nicht-Greifbare.
 
22.30 Uhr Liebe schwarz-weiß
von Britta Wandaogo

D 2001, Beta SP, Farbe, 45 Min.

Afrikanisches Leben im weißen Deutschland. Bobby aus Ghana und Christine aus Deutschland wollen in Köln eine Familie gründen. Die Kamera begleitet die Protagonisten bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme und bleibt erfrischend unprätentiös. Unterschiedliche Lebenswelten prallen aufeinander und suchen einander. Blicke in ein deutsches Wohnzimmer, das zum Dorfplatz wird.